Mein Projekt

Joel George: Freiwilligendienst im Ausland

Joel George: Freiwilligendienst im Ausland

Ich wusste schon relativ früh, so gegen Ende der 9. Klasse, dass ich nach dem Abi irgendetwas anderes — am besten etwas im Ausland — machen musste. Dass ich jetzt in meinem Projekt wieder an einer Schule bin und nun die Perspektive eines Lehrers einnehmen würde, hatte ich da noch nicht geplant. 

Inzwischen bin ich seit über 2 Monaten in dem Projekt. Meine Erfahrungen und Bilder teile ich in meiner Webseite.

Das Projekt

Das Projekt „Christ Faith Foster Home“ besteht aus einem Kinderheim und einer Schule, zu der ein Kindergarten, eine Grundschule (1.-6.) und eine Junior High (7.-9.) gehört. Die Schule ist eine einzügige Privatschule mit 200 Schülern. Darunter sind auch die Jüngeren der im Kinderheim untergebrachten Mädchen und Jungen. Diese sind insgesamt etwa 23 Personen im Alter von 6 bis zu 23 Jahren.

Ich bin in einem Gasthaus auf dem Grundstück untergebracht und arbeite hauptsächlich als Lehrer an der Schule. Nach der Schule oder an den Wochenenden sind wir für die Kinder des Kinderheims da.

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Die Organisation

Meine Entsendeorganisation ist Worldwide Volunteers, eine christliche Entsendeorganisation, die Freiwillige in Länder und Projekte in fast alle Kontinente entsendet. Finanziell wird das Ganze durch das Förderprogramm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Kombination mit Spenden möglich, die man auf die kreativsten Arten und Weisen sammeln kann, um die Kosten für das Jahr zu decken. Das Visum muss man selber tragen, die Flüge sind in den Spenden mit enthalten.

Meine Motivation

Ich musste nach der Schule einfach mal raus und was anderes erleben. Dass ich jetzt so weit entfernt bin, und doch so an einer Schule gelandet bin, hat schon etwas Ironisches. Des Weiteren wollte ich mein Englisch anwenden, da ich es im Englischunterricht nicht tat. Dazu kommt natürlich auch, dass man in eine ganz andere Kultur und Welt eintaucht und neuen Menschen begegnen kann.

Der Perspektivwechsel zeigt einem neue Weltansichten oder Betrachtungsweisen und seine Stärken und seine Schwächen auf.

Mich persönlich weiterzuentwickeln, war auch eine große Motivation. Gerade als introvertierte Person sind diese Erfahrungen nur Herausforderungen, die einen weiterbringen, ob es nun in der Kommunikation und im Sozialen, in der Selbstfindung, -ständigkeit, -akzeptanz, -vertrauen oder im Selbstbewusstsein ist.

Wie kam es dazu?

Den Wunsch nach Afrika zu gehen, kam direkt nach der Entscheidung eines Auslandsjahres, da mir dort meine „Hilfe“* am sinnvollsten erschien. Nach dieser Entscheidung gab es zwei Richtungen, wie man verfahren konnte: Entweder man sucht nach

  • einer Organisation, die einem gefällt und entscheidet von da aus, welches Land und welches Projekt oder
  • einem Projekt und findet eine Organisation, die einen in dieses Projekt entsenden kann.

Ich entschied mich für ersteres und bewarb mich bei zwei Organisationen, die ganz vernünftig klangen**. Wobei man das Bewerben nicht so stressig sehen darf, wie man es sonst so gewohnt ist, zumindest wenn man sich im Herbst des Vorjahres bewirbt. Bei der ersten merkte ich, dass es nicht ganz so passt, die zweite hat mich direkt angenommen. Nun kam die Frage auf, welches Projekt oder zumindest welches Land. Da ich mich erst für eine Organisation entschieden hatte, konnte ich die Partnerprojekte durchgehen und mich für eines entscheiden. Ich konnte mich anfangs aufgrund der englischen Amtssprache nur auf das Land Ghana einigen. Schließlich ließ ich mich auch auf ein Projekt ein, immer mit der Möglichkeit, dieses ändern zu können. Nach dem ersten von zwei Vorbereitungsseminaren und einigen Gesprächen mit einem Bekannten, der auch nach dem Abi in Ghana mit derselben Organisation ein Auslandsjahr absolvierte, wechselte ich problemlos das Projekt, was mich zu diesem Projekt führte.

 

* „helfen“: Ich habe erst im Laufe des Prozesses erfahren, dass man nicht wirklich eine Hilfe ist, sondern vielmehr eine Chance für einen persönlich ist. Zumal man überlegen muss, was wäre, wenn das Geld, was für das Jahr nicht viel besser als Spende für das Projekt aufgehoben wäre. In meinem Fall, trifft das nur bedingt zu, weil ein großer Aspekt ist, den Kindern des Kinderheimes Liebe zu zeigen und sie geliebt zu fühlen, was kein Geld der Welt ersetzen kann.

** Ich habe von anderen Freiwilligen, die ich in Ghana getroffen habe, erfahren, dass es auch einige Organisationen gibt, die Abzocke betreiben, ein Rat von mir wäre es daher, nur staatliche verifizierte und geförderte Organisationen in Erwägung zu ziehen. Das ganze Jahr mit Vorbereitungsseminaren und Flügen kostet etwa 14.000 €, wovon ich für etwa 3.400 € aufkommen musste, nur mal um einen Vergleich zu haben.

 

Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gerne anschreiben:

via Büwie-App

via E-Mail: joelamosgeorge@gmail.com

oder einfach auf meiner Website vorbeischauen

Ulrike Sachse

Hallo Joel, es ist schön, von dir zu hören. Du hast meine Hochachtung für deinen Mut und die Kraft deine Sehnsucht zu leben…gerade in den unsicheren Zeiten. Du zeigst aber direkt, dass Wille und Entschlossenheit Berge versetzen kann.  Du wirst sicher Erfahrungen machen, die dir eine ganz andere Weltsicht bescheren. Ich freue mich, dass es Menschen wie dich gibt, die entdeckerfreudig und sicher auch helfend in die Welt hinaus gehen.

Bleibe schön gesund…ich wünsche dir noch eine schöne erlebnisreiche Zeit mit vielen herzlichen Begegnungen.Viele Grüße U.Sachse

Paula (Eltern) Brenner

Hallo Joel, wir freuen uns, von dir zu lesen. Wir finden es stark, das du gewagt hast, deine Komfortzone zu verlassen und in einer fremden Kultur zu leben. Das ermöglicht eine ganz neue Perspektive auf die Welt und auch auf unser sicheres Leben in Deutschland und Europa. Liebe Grüße  Familie Brenner.

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